Was ist dran am Filmsex? Published on:

25. September 2017
Jedes Jahr rollen um die tausend Filme über deutsche Kinoleinwände. Neben aktuellen Filmen wie Baby Driver oder Baywatch, laufen hin und wieder auch Movies wie Fifty Shades of Grey, die vor lauter Erotik nur so überquellen. Doch was ist dran am Filmsex? 

Sexszenen in Klassikern wie Der letzte Tango in Paris (1973), ließen (fast) jedes Frauenherz höher schlagen. Denn der Sex wirkte einfach unglaublich gut. Seitdem sind jedoch Jahrzehnte vergangen, und mit der Filmindustrie ging auch ein Wandel einher. Denn nun steht vielmehr das echte Leben mit all seinen Facetten im Vordergrund – das zeigen Serien wie Orange Is The New Black und Girls.

“Frauen kommen schon nach ein paar Sekunden”

Es vergeht kaum eine Sekunde, sie stützt sich am Rand des Waschbeckens ab, und schon kündigt sich kurze Zeit später mit einem Schrei der Orgasmus an. Klar, sowas passiert schon mal – in Filmen. In Wirklichkeit sieht das nun mal etwas anders aus.
Zudem scheint das Bett zu etwas anderem als Schlafen nicht benutzt zu werden. Getreu dem Motto: Je außergewöhnlicher der Ort, desto besser. Erinnern wir uns doch nur an die Telefonzellen-Nummer in True Romance (1993).

Ähnlich spektakulär wirkt Sex im Stehen. Jeder der sich schon einmal selbst daran versucht hat, ob in der Dusche oder an der Schlafzimmerwand, weiß, dass hier durchaus Probleme lauern können. Sind beide Partner vielleicht unterschiedlich groß (wir reden hier nicht von einigen Zentimetern), kann der Sex schon mal zum Balanceakt werden.

Jeder kennt ihn, viele lieben ihn – 007 ist ein echter Held. Denn so wie es scheint, verhütet James Bond nur mit der Kraft seiner Gedanken. Zugegeben, Kondom-Such-Szenen á la „Da war doch noch eins in der Tasche. Irgendwo muss das doch sein?! Moment, ich hab’s gleich!“ interessiert das Fernsehpublikum eher wenig.  Eigentlich verständlich warum Hollywood besagte Szenen einfach weglässt, wäre da nicht auch diese Vorbildfunktion! (Ihr wisst: Do it with love, respect and condoms.)

„Er kann ständig“

Wer Jonathan Rhys Meyers kennt und ihn in Match Point für seine Ausdauer bewundert hat, irrt sich. Denn in der Realität kann Mann ab 35 Jahren sogar bis zu 24 Stunden brauchen, um nach dem Sex wieder eine Erektion zu bekommen. Außerdem sieht man das vor Lust strotzende Paar häufig direkt nach dem eigentlichen Akt. Sie fällt von ihm runter. Beide stöhnen noch und sind außer Atem. Einer von beiden sagt so qualifizierte Sätze, wie: “Das war super”, oder: “Müssen wir wiederholen”. Hat sich schon mal jemand gefragt, wo da das Gummi ist? Lässt der Kerl es einfach dran und zieht sich seine Hose drüber oder wurde – mal wieder – keins benutzt? Naja Hollywood, da müssen wir nochmal reden…

„Im Schlaf werden wir noch schöner“

In einer Beziehung spielen bestimmte Dinge nach einiger Zeit keine große Rolle mehr, so auch das Ungeschminkt-neben-ihm-Aufwachen. Vor dem Schlafengehen gut auszusehen, ist keine allzu große Kunst. Wie aber stellen es die Hollywood-Ladies an, auch am Morgen danach unglaublich gut und verführerisch auszusehen, so wie Dakota Johnson in Fifty Shades of Grey. Die Lösung: man hat Top-Visagisten, die einen alle paar Sekunden abpudern und frisieren.

Wir merken also, dass nicht alles, was wir auf der Leinwand sehen auch wirklich der Realität entspricht. Ihr müsst nicht so ein Stecher sein wie James Bond. Ihr müsst es nicht fünfmal am Tag machen, damit es besser wird. Ihr müsst auch nicht wie ein wachgeküsster Engel aussehen, wenn ihr morgens nach einer langen Nacht wieder aufwacht. Denn es gibt Dinge, die im Leben viel wichtiger sind. 

Do what you want. Do it with love, respect and condoms.
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AutorIn: Caro
Team Blog
Jugend gegen Aids e.V.

This post was written by Jugend gegen AIDS Blog

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