#Storytime: Leben im Wohnheim Published on:

21. April 2018
Habt ihr euch jemals gefragt, wie es ist in einem Wohnheim zu leben und sich eine Wohnung mit anderen Menschen zu teilen? Überall kursieren Gerüchte darüber, dass die meisten Studenten ständig wilde Partys und Orgien feiern. Doch, wie viel Wahrheit steckt eigentlich dahinter?


Das Leben in jedem Wohnheim ist anders. Oftmals hängt es davon ab, mit wie vielen Leuten man in einer WG zusammenlebt und ob man diese Personen kennt oder eben nicht. Dabei lässt sich aber eines klarstellen: Für den Großteil trifft der Mythos Wohnheim überhaupt nicht zu. Eigentlich ist das Leben dort, jedenfalls meiner Erfahrung nach, sogar ziemlich entspannt.

Eine Erfahrung fürs Leben?

Als ich 2016 in mein Wohnheim gezogen bin, dachte ich, dass wird eine dieser Once-In-A-Lifetime Erfahrungen. Als eine solche könnte man es durchaus bezeichnen, aber definitiv nicht so, wie ich es erwartet hatte. Denn jeder macht eben sein Ding. Wenn mich zum Beispiel jemand nach Informationen über meine Nachbarn fragen würde, dann könnte ich nicht einmal sagen, wie sie aussehen, geschweige denn, wie sie heißen. Allerdings gibt es eine Sache, die ich über manche meiner Nachbarn weiß: Ihr Musikgeschmack entspricht nicht dem Meinen.

Ohne Frage muss man bestimmte Kompromisse eingehen. Doch wenn man mitten in der Nacht geweckt wird, egal was es ist, ist das weniger amüsant. Wenn der Grund dafür sogar einer deiner Nachbarn ist, der um 2 Uhr morgens Justin Bieber hört, ist das noch viel unangenehmer. Es gibt aber auch lustige Momente: Von Zeit zu Zeit kommt es vor, dass sich jemand auf dem Flur lautstark unterhält, gut und gerne über Themen wie das Beziehungsende. Für die betreffenden Personen ist das wahrscheinlich weniger amüsant, als für mich.

Langeweile? Von wegen!

Es wird also nie langweilig, und das Leben in einem Wohnheim hat natürlich auch seinen Reiz. Man trifft Menschen unterschiedlicher Nationalitäten, die wahrscheinlich eine andere Sprache sprechen, die wir wiederum nicht kennen. Vielleicht teilt man sich sogar ein Apartment mit mehreren Mitbewohnern. Natürlich ist dies manchmal stressig, zumal jeder andere Interessen und Lebensgewohnheiten hat.

Allein der Gedanke, dass man vieles dazulernen kann, neue Leute trifft und so vielleicht sogar Freunde fürs Leben findet, lässt viele den Schritt zum Leben im Wohnheim wagen. Nichts ist immer Friede, Freude, Eierkuchen. Und niemand sollte sich diese Erfahrung entgehen lassen, nur weil diese Art des Wohnens vielleicht für den ein oder anderen nichts ist.

Do what you want. Do it with love, respect and condoms.

Lust auf mehr? Dann geht’s hier zum letzten Artikel.

 

AutorIn: Caro
Team Blog
Jugend gegen AIDS e.V.

This post was written by Jugend gegen AIDS Blog

Related