Landesschülervertretungen und JGA wollen mehr Aufklärung Published on:

23. Oktober 2015

Schülervertretungen und Jugend gegen AIDS rücken Sexualkunde-Unterricht in den Fokus.

Vertreter der Landesschülervertretungen* trafen sich beim Jugend gegen AIDS Aufklärungsgipfel in Berlin. Ziel der Tagung war der Austausch über Sexualaufklärung an Schulen und mögliche Handlungen durch Jugend gegen AIDS und die Landesschülervertretungen gemeinsam zu erörtern.

Die Recherche der verschiedenen Schülervertreter und die gesammelten Erfahrungen von Jugend gegen AIDS zeigen, dass die Aufklärung an Schulen für viele Schülerinnen und Schüler nicht zufriedenstellend ist. Allgegenwärtig sind Beispiele von Bananen und Kondomen über Tischbeinen. So legen zahlreiche Berichte von Schülern nahe, dass die Qualität und Umfang der besprochenen Inhalte stark variiert. Während vereinzelt sogar Projekttage zum Thema initiiert werden, ist Aufklärung für viele nur ein Thema für die letzten Minuten vor Ferienbeginn, wenn es überhaupt stattfindet.

Ein großes Hemmnis stellt für viele das Schüler-Lehrer Verhältnis dar, dass es für viele unangenehm macht, offen Fragen zu stellen.

Die Fachcurricula haben ihren Schwerpunkt meist auf biologisches Basiswissen gesetzt. Ausgelassen werden viele Bereiche, die für Jugendliche eine große persönliche Relevanz haben. Dies erschwert es für viele Schüler, ihre Fragen loszuwerden.

Die Landesschülervertretungen und Jugend gegen AIDS machen es sich gemeinsam zur Aufgabe, diese Umstände zu verändern und für eine moderne und aufgeklärte Gesellschaft einzustehen. Ziel ist es, der Thematik mehr Platz in den Schulen einzuräumen und Möglichkeiten zu eröffnen, um unbeschwert und ohne Scham seine Fragen stellen zu können. Konkrete Schritte sind neben gemeinsamen Aktionen und Initiativen, der Förderung des Aufklärungsprogramms „Positive Schule“ auch der Dialog mit den zuständigen Behörden und den Schülervertretern untereinander.

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