GirlsTalk #5: Ein bisschen Streit muss sein Published on:

17. März 2018
Jeder kennt es und viele versuchen es zu vermeiden: Streit. Doch in jeder Beziehung kommt es irgendwann einmal zu der ein oder anderen Unstimmigkeit. Wie sollte ich am besten damit umgehen? Das Problem totschweigen, dem Partner oder der BFF recht geben oder so lange schmollen, bis die andere Person einlenkt? Wir verraten euch ein paar Tipps, wie ihr die Situation am besten meistert.


Streiten gehört dazu

Auch wenn es in einer Beziehung sicherlich schönere Momente gibt, sich zu streiten gehört einfach dazu und lässt sich selten vermeiden. Manchmal sind es vielleicht nur die kleinen Dinge, die euch stören, zum Beispiel, dass der Partner vergessen hat, das Geschirr abzuwaschen. Die Schmerzgrenze, was okay oder nicht okay ist, ist bei jedem an anderer Stelle anzusetzen. Ich persönlich gehöre zu den Menschen, die den meisten Konflikten aus dem Weg gehen, d. h. ich verschwende möglichst wenig Zeit und Energie, mich über Belanglosigkeiten aufzuregen. Wenn euer Gegenüber vergessen hat den Müll rauszubringen, dann bittet ihn/sie noch einmal freundlich darum. Streit ist nie angenehm, wenn er sich also vermeiden lässt, umso besser. Dennoch gibt es wiederum bestimmte Dinge, die müssen einfach ausdiskutiert werden, da sie eurer Beziehung ansonsten schaden könnten.

Den ersten Schritt machen

Wenn man sich streitet, kann die ganze Situation schon mal hitzig werden. Oftmals wirft man auch mit Sätzen um sich, die man hinterher lieber zurücknehmen möchte, da man es ja gar nicht so gemeint hat. Als Kind hat man immer gesagt bekommen: Der Klügere gibt nach. Eigentlich spielt es keine Rolle, wer der Klügere ist, denn wichtig ist nur, dass eine Lösung gefunden wird. Sich gegenseitig anzuschweigen, sollte definitiv keine Option sein. Doch vielleicht sieht man sich auch im Recht, möchte also ungern nachgeben. Frauen neigen bekanntlich dazu, schnell einzulenken; damit sind sie aber nicht allein. Männer, die Taktik “Du hast recht und ich meine Ruhe.” mag zwar für den Moment den gewünschten Erfolg bringen, ist aber keine Dauerlösung. Stellt sich also die Frage: Sollte man überhaupt den ersten Schritt machen, oder lieber warten, bis der Partner ein Friedensangebot unterbreitet? Einzulenken bedeutet nicht zwangsläufig, dass man kapituliert. Es ist wichtig, einen Kompromiss zu finden, mit denen beide Partner leben können, und dafür muss einer den ersten Schritt machen. Also sagt, was ihr zu sagen habt, diskutiert das Problem aus um dann eine Lösung zu finden. Eine kleine Nichtigkeit sollte schließlich nicht der Grund für eine Trennung sein.

Der Weg zur Versöhnung

Am Ende eines Streits sollten zwei Gewinner stehen. Egal, zu welcher Entscheidung ihr gekommen seid, ist es gut mit dem Kapitel ganz offiziell abzuschließen. Nicht umsonst spricht man davon, die Friedenspfeife zu rauchen. Dabei kann es helfen, sich ein Ritual zu überlegen; je einfacher, desto besser. Setzt euch beispielsweise gegenüber und schaut euch so lange in die Augen, bis einer von euch lachen muss. Was auch immer das Problem war und was auch immer ihr euch an den Kopf geworfen habt, ist verziehn und vergessen. Natürlich wird das nicht immer so einfach abzutun sein, denn jeder tickt nun mal anders und bewältigt Streit auf eine andere Art und Weise.

Und die Moral von der Geschicht? Streit ist für eine Beziehung genauso wichtig, wie Zweisamkeit und Vertrauen. Es ist nicht immer von Vorteil, einem Konflikt aus dem Weg zu gehen. Manche Dinge muss man sich einfach von der Seele reden und ausdiskutieren können. Und sich nach einem Streit wieder zu versöhnen, macht doch alles wieder wett.

Do what you want. Do it with love, respect and condoms.
Lust auf mehr? Dann schaut doch im Anschluss bei unserem letzten Beitrag vorbei. Hier geht’s auch zum letzten #GirlsTalk.

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AutorIn: Caro
Team Blog
Jugend gegen AIDS e.V.

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