„Es ist unglaublich aufregend, unsere Werte auf der ganzen Welt zu verbreiten!“ Published on:

14. April 2018
Damit die Wünsche und Ansichten junger Menschen aus der ganzen Welt im Rahmen unserer Kampagne AIDS2018 auch bei der diesjährigen Welt-AIDS-Konferenz vertreten werden, waren unser CEO Daniel Nagel und unser CHRO Lennart Falk in den letzten Tagen in Indien unterwegs. Nur kurz bevor sich die beiden wieder zurück auf den Weg nach Deutschland machen, gibt euch Lennart einen Einblick in die wichtigsten Treffen und die spannendsten Erlebnisse in Indien.

Nach gut einer Woche, die vollgepackt mit Terminen super schnell rumgegangen ist, machen wir uns jetzt wieder auf den Heimweg. Zusammenfassend kann ich sagen, dass unser Verein in Indien sehr gut aufgenommen wurde. Das Feedback zu dem, was wir machen, war sehr positiv und die Freude über einen Austausch dementsprechend groß. Wir stehen in Indien zwar vor inhaltlichen Herausforderungen, aber wir wären nicht wir, wenn wir diese Hürde nicht überwinden könnten. Trotzdem sind wir unglaublich stolz, dass wir unsere Kampagne präsentieren und uns schon über viele Rückmeldungen von indischen Jugendlichen freuen konnten, die zusammen mit uns zur Welt-AIDS-Konferenz nach Amsterdam reisen wollen. Deshalb heißt es für uns jetzt: Weiter Vollgas geben! Aber erstmal alles der Reihe nach.

Erster Stop: Neu Delhi

Unseren ersten Stop haben wir in Neu Delhi, der Hauptstadt von Indien, gemacht. Nur einen Tag nach unserer Ankunft und dem langen Flug, haben wir dort eine Frauenrechtsorganisation getroffen, die uns ihre Arbeit vorgestellt hat. Am Dienstag ging es für uns auf den Weg in Richtung Stadtrand, um an einem der Workshops teilzunehmen und ins Gespräch mit den Mädchen vor Ort zu kommen. Nur kurz danach wurden wir in deren Head Office eingeladen, um uns gegenseitig vorzustellen und vor allem unsere Pläne für die Welt-AIDS-Konferenz im Juli zu besprechen, die in Amsterdam stattfindet. Noch am selben Abend ging die Reise durch Indien für uns weiter.

Zweiter Stop: Mumbai

Unser nächstes Ziel war Mumbai, wo wir verschiedene Aktivisten getroffen haben, aber vor allem den “Humsafer Trust”. Das ist eine NGO, die sich für die Rechte der LGBT-Szene (Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender) in Indien einsetzt. Den Mittwoch haben wir genutzt, um die Arbeit der sogenannten “Outreach Worker“ kennenzulernen und mit ihnen über den Need gesprochen. Am Donnerstag waren wir in einem der größten Krankenhäuser in Mumbai zu Besuch und konnten Eindrücke darüber gewinnen, wie die Behandlung von HIV und AIDS, aber auch Hepatitis B, Syphillis und HPV, vonstatten geht. Außerdem haben wir mit den Studenten der Universitätsklinik über unsere Arbeit gesprochen und auch dort unsere Kampagne AIDS2018 vorgestellt, die abermals sehr gut ankam.

Der Freitag war leider auch schon der letzte Tag unserer Reise. Wir wurden wir ins Head Office von “Humsafer Trust” eingeladen, mit deren Arbeit wir in Indien im Austausch sind, und haben außerdem an einem der Workshops teilgenommen. Zum krönenden Abschluss unserer aufregenden Reise konnten wir unsere Kampagne gestern noch auf Facebook in einem Live vorstellen.

Beeindruckendes Indien

Insgesamt kann man sagen, dass sich Indien schon sehr von Deutschland unterscheidet. Und zwar in allen Belangen. Die Menschen, die Kultur und die Städte sind spürbar anders geprägt. Das macht sich vor allem bei den Normen und Sitten bemerkbar, wenn man sie mit denen vergleicht, die wir bei uns in Deutschland haben. Trotzdem ist es schon super spannend, nur einen Tag in Indien zu verbringen und in Kontakt mit den Menschen zu kommen. Die Inder waren wirklich sehr freundlich und auch die Kontaktaufnahme war einfach, da sie sich viel Zeit für sich selbst und andere nehmen und und generell eine sehr ruhige Art haben.

Das wohl Auffälligste, auch im Kontext unserer Arbeit war aber, dass auch hier ein Bedarf an sexueller Aufklärung besteht. Die Interessen der Jugendlichen sind dieselben wie in Deutschland und auch der Ansatz der NGOs in Indien kommt dem unserer Arbeit sehr nahe. Dadurch konnten wir auch einen gewissen Need erfüllen und werden das auch weiterhin tun.

Unsere Message verbreiten

Es ist unglaublich aufregend, unsere Werte auf der ganzen Welt zu verbreiten. Ich habe hier schon mehrmals betonen können: „It’s not only an experience, it is an adventure!“ Die Arbeit in Indien hat mir für unseren Verein noch einmal bestätigt, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden und in dem, was wir machen, wirklich gut sind. Unsere Initiative ist einzigartig und ich bin sehr froh darüber, unsere Ziele und Werte auch in Indien verbreitet haben zu dürfen. Ich kann deshalb nur jedem empfehlen, sich weiterhin oder überhaupt für Jugend gegen AIDS zu engagieren und mit Motivation und Fleiß bei der Sache zu bleiben, um gemeinsam Einmaliges zu leisten und zu erleben.

Do what you want. Do it with love, respect and condoms.

 

This post was written by Jugend gegen AIDS Blog

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