„Dating-Apps, der nächste Bitte?“ – Eine Diskussion Published on:

6. Dezember 2016
Dating Apps wie LOVOO sind aus der heutigen Dating-Kultur nicht mehr wegzudenken. Es wird sich online verliebt, online gedatet und online getrennt. Die heutigen Jugendlichen sind viel eher an ihren Mobiltelefonen, als in der realen Welt und so kommt man schnell zu der Frage: Welchen Einfluss hat das auf unser Liebesleben? Junge Menschen suchen heute oft den Weg über Dating Apps, um jemanden neu kennen zu lernen. Die Anonymität wird von vielen geschätzt und auch den Jugendlichen in den entlegensten Orten wird die Möglichkeit gegeben, andere potenzielle Partner zu treffen.
“Jugend gegen AIDS ist eine Plattform, sich über Sexualität auszutauschen. Und wenn wir bei Plattform sind, sind wir bei LOVOO, hier treffen sich viele Leute, für uns ist das daher ein natürliches Thema geworden, hier ist unsere Generation zuhause.”, sagt Daniel Nagel, Vorstandsvorsitzender von Jugend gegen AIDS e.V.

Diesen Auftrag erfüllt eine gemeinsame Studie von Jugend gegen AIDS e.V. und LOVOO. Jugendliche in Deutschland stellen sich jeden Tag Fragen über Sex, Aufklärung und Hygiene. Entgegen der Annahme, die junge Generation sei besonders gut aufgeklärt, zeigt die aktuelle Studie Lücken in der sexuellen Bildung junger Menschen auf. Demnach nutzen zwei Drittel der Befragten zwar immer Kondome, jeder Fünfte denkt jedoch zumindest über ungeschützten Geschlechtsverkehr nach. Es ist die erste appintegrierte Umfrage zum Thema Verhütung, sexuelle Aufklärung, Körperbilder und Dating Apps. Die Plattform LOVOO wird von vielen jungen Menschen genutzt. Daher sind wir uns der damit einhergehenden Verantwortung bewusst und geben jungen Menschen etwas mit: DO WHAT YOU WANT. Do it with, love, respect and condoms.
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Die Nutzung von Dating-Apps wie LOVOO hilft Jugendlichen teilweise dabei, sich selbstbewusster mit sich selbst und der eigenen Sexualität auseinanderzusetzen. Das gaben 42 Prozent der Befragten an. Immerhin 60 Prozent antworteten, in diesem sozialen Netzwerk auf der Suche nach einer langen Partnerschaft zu sein. Ein Fakt bleibt nach der Umfrage allerdings offen und lässt Raum für Spekulationen: Ganze 43 Prozent der befragten Jugendlichen erklären, dass die Kommunikation über Verhütung durch das spontane Kennenlernen oftmals zu kurz kommt.
Über Vor- und Nachteile des Kennenlernens per Dating-App diskutierten Nina Wagner, die mit ihrem Buch „Fucking good: Von Tinder, Online-Dates und wilden Nächten“ für Aufmerksamkeit sorgte gemeinsam mit dem JGA-Vorstandsvorsitzenden Daniel Nagel und Florian Braunschweig, Co Founder von Lovoo. Dabei gab es einige Fragen zu klären: Warum nutzen viele den Weg über LOVOO? Welche Vorteile werden darin gesehen? Welche Risiken bringt das mit sich?
“Ich glaube, dass das Bild unsererseits von einer romantischen Beziehung nicht so mit dem Online-Dating Hand in Hand geht. Die Austauschbarkeit kann einen degradiert fühlen lassen.”, sagte Nina Wagner, Autorin des Buches “Fucking good”, am Abend.

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