Das sind wir, das ist JGA: Unser Vorstand Roman Malessa Published on:

26. Mai 2018
Junge Menschen aus der ganzen Welt engagieren sich für Jugend gegen AIDS (Youth against AIDS). Aber wer steckt eigentlich hinter dem Verein, wie sehen die Aufgabengebiete aus und warum machen wir das, was wir machen? Damit Ihr einen Einblick hinter die Kulissen bekommt, stellen wir euch in den kommenden Wochen die Gesichter und Geschichten hinter JGA vor. Heute stellen wir euch unser letztes Vorstandsmitglied Roman vor.

Roman, warum setzt du dich für HIV/AIDS-Prävention ein?

Ich habe in meinem Studium ein dreimonatiges Praktikum in einem Kinderheim im Norden von Brasilien gemacht. Dort wurde ich zum ersten Mal direkt mit dem Thema HIV/AIDS konfrontiert. Diese Erfahrung hat mich nie wieder los gelassen.

Und wie kamst du dann zu Jugend gegen AIDS?

Mich hat ein guter Freund auf JGA aufmerksam gemacht – und ich war sofort begeistert. Später habe ich mich mit Daniel (Vorsitzender des Vorstands) getroffen, der mir von den Perspektiven und Zielen der Organisation erzählt hat. Danach war ich mir sicher, dass ich mich hier einbringen möchte. Das Besondere an JGA ist, dass wir nicht nur reden, sondern machen. Wir schaffen gemeinsam unglaublich viel und bewegen wirklich etwas. Diese Einstellung habe ich von Anfang an gespürt und sie begeistert mich bis heute.

Woher nimmst Du die Motivation, so viel Zeit in den Verein zu investieren?

Ich finde es einfach unglaublich, was wir als Jugend-geführte Organisation erreichen. Wir leisten einen ganz konkreten Beitrag für die Prävention von HIV & AIDS und stellen ein oft vergessenes Thema in den Mittelpunkt der Gesellschaft. Außerdem stellen wir uns immer wieder neuen Herausforderungen und hören nie auf an uns zu arbeiten – ganz getreu unserem Motto #NeverStop. Das beste Beispiel dafür? Als ich angefangen habe, da waren wir nur in Deutschland aktiv. Mittlerweile erreichen wir Jugendliche auf allen Kontinenten.

Wofür bist Du bei JGA zuständig?

Ich bin vorstandsseitig für die Bereiche Kommunikation, Digitales und Fundraising zuständig. Das beinhaltet die Leitung der Social-Media-Teams, der Presseabteilung und das Auftreten der Organisation nach außen. Ich mache mir deswegen sehr viele Gedanken darüber, wie wir unsere Werte zu den Menschen bringen können, um einen gesellschaftlichen Wandel voranzutreiben. Im Bereich Fundraising arbeiten wir vor allem an alternativen Finanzierungsmöglichkeiten unserer Aufklärungsarbeit. Werden wir 2025 immer noch vor einer Klasse stehen und genauso aufklären, wie heute? Wohl kaum. Deswegen machen wir uns im Bereich Digitales schon heute Gedanken über die Aufklärung von morgen.

​Warum willst du gerade die Jugend in den Kampf gegen AIDS miteinbeziehen?

Wir werden AIDS nicht dadurch beenden, dass jeder die wichtige Rolle der Jugend immer wieder betont. Wir als junge Generation müssen unser Schicksal selbst in die Hand nehmen und nicht reden, sondern aktiv werden. Dafür haben wir am 14. März in New York unser globales Youth against AIDS Movement gelaunched und starten aktuell Projekte auf allen Kontinenten.

Was waren deine ergreifendsten Momente in Deiner bisherigen Laufbahn bei JGA?
Unsere Night of Life am Welt-AIDS-Tag im vergangenen Jahr. Über das Jahr hinweg waren wir auf über 80 Veranstaltungen aktiv, waren erstmals mit rund 50 Volunteers Teil der Welt-AIDS-Konferenz in Paris und haben im November unsere bisher größte Kampagne vorgestellt. Es war der krönende Abschluss eines Jahres, in welchem wir sehr hart gearbeitet haben und viele Erfolge feiern konnten.
Gab es auch einen emotionalen Moment auf deinen bisherigen Reisen im Zuge von AIDS2018?

Wir haben in Brasilien ein junges aidskrankes Mädchen im Krankenhaus besucht und mit ihr über ihre Erkrankung und ihr Leben gesprochen. Sie ist nur wenige Tage nach unserem Besuch verstorben. Das hat uns alle tief bewegt.

Worauf freust Du dich in den kommenden Monaten?

Die Welt AIDS Konferenz im Sommer in Amsterdam – Eines unserer größten Projekte bisher.

Hier gestalten wir einen großen Teil der Jugendarbeit und laden insgesamt 300 Jugendliche aus der ganzen Welt ein, mit uns nach Amsterdam zu kommen und dafür zu sorgen, dass die Stimme der Jugend gehört wird. Auf der Konferenz werden wir ein eigenes Youth Headquarter realisieren und mit globalen Leadern, die Rolle der Jugend im Kampf gegen AIDS diskutieren und den Kick Off unseres globalen Youth against AIDS Movements feiern.

Dein Wunsch zum Abschluss:

Ich wünsche mir, dass alle Menschen auf der Welt so leben können, wie sie sind: frei von Angst, Stigma und Vorurteilen. Einfach ganz nach unseren Werten #Dowhatyouwant. Do it with love, respect and condoms.

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