Das Ostsee-Gymnasium wird zur Positiven Schule Published on:

7. März 2017

Die Jugendorganisation Jugend gegen AIDS e.V. zeichnete am Dienstag, dem
7. März, das Ostsee-Gymnasium Timmendorfer Strand mit dem Zertifikat „Positive Schule“ aus. Vorausgegangen waren mehrere Aufklärungsworkshops mit den Timmendorfer Schülerinnen und Schülern der Mittelstufe zum Thema Sexualität und Geschlechtskrankheiten.

Jugend gegen AIDS macht ehrenamtlichen Aufklärungsunterricht auf Augenhöhe. Die Schülerinnen und Schüler begegnen den Peers, ebenfalls Jugendliche, die speziell geschult wurden, auf Augenhöhe. So können die Schüler ein sensibles Thema in einer entspannten Gesprächssituation ansprechen. Die Ehrenamtlichen beantworten mit fachlicher Expertise alle offenen Fragen zum Thema Sex, Sexualität oder Verhütung. Außerdem werden natürlich auch sexuell übertragbare Krankheiten thematisiert. Die Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, ihre Fragen offen in der Klasse oder auch anonym zu stellen. Dazu werden die Lehrer gebeten, den Raum zu verlassen, um eine möglichst ungezwungene Atmosphäre zu schaffen.

„Neben der Tatsache, dass sexuell übertragbare Krankheiten, wie HIV und AIDS immer mehr Relevanz verlieren, findet das Thema auch in Schulen nicht mehr genügend Platz“, sagt Schulleiter Michael Bartolf. „Aus diesem Grund bin ich der Meinung, dass Jugend gegen AIDS e. V. mit ihrem ‘Peer-to-Peer-Ansatz’ genau den richtigen Weg gefunden hat, um Peinlichkeit und Stigmata zumindest im Klassenraum keinen Platz zu lassen.“

Bei der Verleihung des Zertifikats waren neben dem Michael Bartolf auch noch der Landtagsabgeordnete Hartmut Hamerich, die Bürgermeisterin der Gemeinde Timmendorfer Strand, Hatice Kara und Daniel Nagel, Vorstandsvorsitzender von Jugend gegen AIDS e.V. im Ostsee-Gymnasium zu Gast.

Die Bürgermeisterin Hatice Kara schätzt die ehrenamtliche Arbeit von Jugend gegen AIDS sehr: „Im Kontext der steigenden HIV-Infektionszahlen in Deutschland bin ich dankbar für die Arbeit, die Jugend gegen AIDS e. V. bundesweit leistet. Es macht Mut so viele Jugendliche zu sehen, die sich ehrenamtlich für ein so wichtiges Thema engagieren und somit einen Beitrag zu unserer Gesellschaft leisten.“FullSizeRender(2)

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