Carlotta aus Stuttgart: „Nur wenn jeder die Botschaft verstanden hat, kann AIDS wirklich bekämpft werden!“ Published on:

21. Juli 2018
In diesem Jahr ist Jugend gegen AIDS (JGA) offizieller Partner der 22. International AIDS Conference in Amsterdam. Aus diesem Anlass haben wir insgesamt 300 Volunteers aus der ganzen Welt dazu eingeladen, uns zu begleiten, ihre Projekte vorzustellen und sich miteinander zu vernetzen. Wir wollen, dass die Stimme der Jugend auch in Amsterdam gehört wird. Denn wir sind die Generation, die AIDS beenden kann! Und das sind unsere Geschichten…

Hey, ich bin Carlotta Stintzing und wohne in Stuttgart.

In Deutschland ist Aufklärungsarbeit mittlerweile fester Bestandteil im Schulunterricht. So gut wie jeder weiß, wie er sich vor sexuell übertragbaren Krankheiten schützen kann. Gerade deshalb stört mich die Tatsache, dass jeder Mensch von sich denkt, unverwundbar zu sein. Egal worum es geht, die meisten Leute sagen „Ach, das passiert mir schon nicht!“. Das führt dazu, dass viele Aufklärungsversuche zwar bei den Leuten ankommen, sie es aber nicht als relevant für sich betrachten. Damit vergessen sie, dass sie sich beispielsweise mit Geschlechtskrankheiten genauso anstecken können, wie jeder andere Mensch auf der Welt. Ich wünschte, das könnte man irgendwie ändern. Denn nur wenn jeder Mensch die Botschaft verstanden hat, kann AIDS wirklich bekämpft werden. Dazu möchte ich einen Teil beitragen.

Reiseabenteuer

Ich verfolge und kenne JGA zwar schon lange und war von den Kampagnen immer begeistert. Allerdings war mir nie bewusst, dass man so einfach selbst mithelfen kann. Als ich dann ganz zufällig über Instagram erfahren habe, dass man sich mit einem eigenen Projekt als Volunteer bewerben kann, war für mich sofort klar, dass ich in Amsterdam mit einem eigenen Projekt dabei sein will. Denn egal mit wem ich spreche – jeder in meinem Bekanntenkreis hat nach dem Abitur ein Jahr Pause eingelegt und ist ins Ausland gegangen. Asien, Afrika, Australien und Amerika – da ist einfach alles dabei. Mein Projekt “All those who wander aren’t lost” baut genau auf dieser Grundlage auf und soll alle jungen Leute ansprechen, die gerne reisen. Denn selbstverständlich suchen junge Menschen auf Reisen das Abenteuer, lernen viele fremde Leute kennen und verabreden sich auf das ein oder andere Date. Dabei besteht – wie in jedem Land auf der Welt – die Gefahr, sich mit einer Geschlechtskrankheit anzustecken.

Das Bewusstsein stärken

Meine Idee ist es deshalb, zum Beispiel anhand der Geschichte eines Mädchens, das sich während ihrer Reise mit HIV angesteckt hat, auf diese Gefahren einzugehen. Man könnte außerdem Vorurteile über gewisse Länder aufzeigen und entkräften oder Landkarten entwerfen, die auf gewisse Risiken eingehen, um das eigene Bewusstsein zu stärken. Ich bin nämlich der Meinung, dass Menschen ihr Verhalten und ihre Vorsicht automatisch auf den Alltag übertragen, wenn sie sich auch im Urlaub darüber bewusst sind.Dafür müsste man natürlich erstmal die einzelnen Länder analysieren, seriöse Statistiken raussuchen und sich vergewissern, dass verschiedene Länder auch mit verschiedenen Informationen spannend dargestellt werden können. Dabei kann mir JGA hoffentlich helfen. Falls es Menschen gibt, die Flyer designen können, wäre das natürlich toll. In Amsterdam könnte man sich aber auch mal umhören, ob es vielleicht jemanden gibt, der im Urlaub eine solche Geschichte erlebt hat und mir darüber berichten kann.

Zusammenarbeit und Teamgeist

Ich freue mich deshalb darauf, viele interessante und offene Leute kennenzulernen, bei anderen Projekten mitzuhelfen und die Organisation Jugend gegen AIDS besser kennenzulernen. Ich bin mir sicher, dass sich dadurch ein toller Teamgeist entwickeln wird, unter dem man sehr gerne arbeitet und spannende Erfahrungen sammeln kann. Die Zeit in Amsterdam wird mich bestimmt um einiges bereichern und ich bin schon sehr gespannt!

Do what you want. Do it with love, respect and condoms.

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