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Aktion zum Welt-Aids-Tag 2011
Hamburg, 28.11.2011 – „Jugend gegen AIDS e.V.“ (JGA) startet heute eine Aktionswoche, die das Kondomverbot der katholischen Kirche thematisiert. Über das soziale Netzwerk Facebook können Menschen ihre Unterstützung bekunden – und eine Marienstatue echte Tränen weinen lassen.
Der von Schülern in Zusammenarbeit mit Ex-Tennisprofi Michael Stich gegründete Verein „Jugend gegen AIDS e.V.“ macht in einer spektakulären Aktion auf die negative Haltung der katholischen Kirche zu Kondomen aufmerksam, die eine Mitschuld an immer weiteren Neuinfektionen mit dem HI-Virus trägt. Eine Woche lang wird im Rahmen der Ausstellung „The Old Casino“ in Hamburg eine Marienstatue stehen.
Unter www.facebook.com/jugendgegenaids kann die Maria per Knopfdruck zum Weinen gebracht werden, bis ihr – und damit symbolisch der katholischen Kirche – das Wasser bis zum Hals steht.
Die Kirche könnte durch ein Umdenken Leid verhindern – doch sie tut es nicht. „Diese Blockade im Kampf gegen die Ausbreitung von HIV/ AIDS ist unserer Meinung nach unverantwortlich“, sagt Daniel Nagel, Vorstand bei JGA. „Mit unserer Aktion möchten wir die Öffentlichkeit für das Thema sensibilisieren und den Dialog mit der katholischen Kirche suchen.“
Das Konzept stammt aus der Feder der Hamburger Werbeagentur deepblue networks AG, die JGA seit 2009 unentgeltlich zur Seite steht. „Die User werden durch ihren Klick selber Teil des Protestes“, so Geschäftsführer Kreation Oliver Drost. „Wir schlagen eine direkte Brücke zwischen der realen und der digitalen Welt.“
Bislang einzigartiges Mahnmal
JGA schafft in dieser Woche ein Mahnmal, das in seiner Form bisher einmalig ist. Mit Unterstützung der „Circleculture Gallery“ wird in den Ausstellungsräumen von „The Old Casino“ in Hamburg eine Statue der heiligen Maria in einer Glassäule ausgestellt. Im katholischen Glauben steht die Maria für Barmherzigkeit und Nächstenliebe. Werte, die nach Ansicht des Vereins im Gegensatz zur Ablehnung von Kondomen als Schutzmaßnahme vor HIV/AIDS stehen. Für jeden „Klick“ auf den Facebook „Gefällt mir“- Button der JGA Seite wird die Marienstatue Tränen vergießen. „Die Maria weint symbolisch über den Missstand, den der Papst mit seiner Haltung zu Kondomen erzeugt“, so Nagel. Die Aktion setzt auf das Gemeinschaftsgefühl, denn nur gemeinsam kann das Vorhaben gelingen und eine große Wirkung erzielt werden.
Shootingstar der internationalen Kunstszene, Stefan Strumbel, unterstützt die Aktion
Die Installation wird von dem deutschen Künstler Stefan Strumbel gestaltet, der als Shootingstar der internationalen Kunstszene gilt. Strumbel hat in der Vergangenheit bereits mit religiösen Elementen gearbeitet, als er den Innenraum einer katholischen Kirche gestaltete. „Ich freue mich, mit meiner Kunst ein Zeichen gegen AIDS setzen zu können“, so Strumbel. Außerdem bekommt JgA Unterstützung durch die Kunsthistorikerin und
Kulturmanagerin Sarah Musser, die als Gründerin des Unternehmens „Escape the
Golden Cage“ bereits mit Strumbel zusammengearbeitet hat.
Dokumentation und offener Brief werden an den Vatikan geschickt
Nach der Aktionswoche werden die Livebilder aus dem Museum zu einem Kurzfilm zusammen geschnitten, in dem die Trauer der heiligen Maria zu sehen sein wird. Dieser wird zusammen mit den Unterstützerzahlen der Aktion und einem offenen Brief an den Vatikan, sowie an Vertreter der katholischen Kirche in Deutschland, geschickt. „Dies soll ein erster Schritt hin zu einem fairen Dialog mit der Kirche werden, den wir gerne öffentlich führen würden“, so Nagel.
